Schon heute kommen Quantenpunkten, Nanokristallen aus Halbleitermaterialien, in Alltagstechnologien wie Fernsehern oder Lasern zum Einsatz.
Manfred Bayer gilt als Pionier auf dem Gebiet der experimentellen Halbleiterphysik. Er war bis 2025 Standortsprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten und inzwischen erfolgreich abgeschlossenen Sonderforschungsbereichs TRR142 zu nichtlinearer Photonik. Bis zum russischen Angriff auf die Ukraine 2022 war er auch Sprecher eines deutsch-russischen Sonderforschungsbereichs TRR160 zu Spin-Anregungen in Halbleitern und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.
Manfred Bayer promovierte 1997 an der Universität Würzburg. Für die aus seiner Doktorarbeit resultierenden Forschungsergebnisse wurde er im Jahr 2000 mit dem Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. Zwei Jahre später folgte er dem Ruf auf die Professur für Experimentelle Physik mit dem Schwerpunkt Spektroskopie von kondensierter Materie an die Technische Universität Dortmund.
Quantenpunkte könnten künftig eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung abhörsicherer Kommunikationsmethoden spielen.
Neben der experimentellen Physik engagierte sich Manfred Bayer schon frühzeitig in der akademischen Selbstverwaltung. Von 2003 an saß er im Senat der TU Dortmund. Im Jahr 2020 wurde er zum Rektor gewählt. Dass er dieses Amt mit der gleichen Leidenschaft ausfüllt wie seine Forschungstätigkeit zeigt die zweifache Auszeichnung durch den Deutschen Hochschulverband als „Rektor des Jahres“ 2024 und 2025.
Zusammen mit dem Bochumer Rektor Prof. Dr. Martin Paul ist Manfred Bayer Gründungsmitglied des Universitätsverbundes Ruhr Innovation Lab zwischen der Ruhr-Universität und der TU Dortmund.
Auszeichnungen/Mitgliedschaften
- Seit 2012 Fellow der American Physical Society
- Seit 2024 Vorstandsvorsitzender Digitale Hochschule (DH.NRW)
- Seit 2024 Wissenschaftlicher Sprecher des von der nordrhein-westfälischen Landesregierung geförderten Netzwerks „EIN Quantum NRW“