Karl-Arnold-Preis

Ausschreibung 2024 zum Schwerpunktthema Resilienz

Bewerbungsschluss: 21. April 2024
Ausschreibungstext 2024 als pdf

Mit dem Preis können Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aller Fachrichtungen ausgezeichnet werden, die im Jahr 2023 an einer nordrhein-westfälischen Universität eine exzellente Dissertation - magna oder summa cum laude (oder einer äquivalenten Leistung) - im Bereich Resilienz vorgelegt haben. Dabei wird bewusst ein breiter Resilienzbegriff zugrunde gelegt, der ökologische, ökonomische, soziologische, psychologische, ingenieurwissenschaftliche sowie gesellschaftliche Aspekte umfasst. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Stiftung der Freunde und Förderer der Akademie zur Verfügung gestellt.

Alle Mitglieder der Akademie, die Stipendiatinnen und Stipendiaten und die assoziierten Mitglieder des Jungen Kollegs sowie die nordrhein-westfälischen Universitäten sind aufgerufen, Kandidatinnen und Kandidaten bis zum 21. April 2024 vorzuschlagen. Ausgeschlossen sind Selbstbewerbungen von Nachwuchsforschenden.

Mit dem Vorschlag sollen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Titel und Abstract der Dissertationsschrift: max. 3.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) oder bei kumulativer Promotion eine Synopse, sofern die Promotionsordnung dies vorsieht
  • zwei Fachgutachten zu der Dissertation
  • Lebenslauf des Vorgeschlagenen
  • (unbeglaubigte) Kopie der Promotionsurkunde oder eine vorläufige Bescheinigung, aus der Datum der mündlichen Prüfung sowie Prädikat hervorgehen

Die Dissertation und die Gutachten können auf Deutsch oder Englisch, das Abstract muss in deutscher Sprache verfasst sein.

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 21. April 2024 ausschließlich per Mail an .

Der Preis wird im Rahmen der Leo-Brandt-Veranstaltung der Akademie am 9. Oktober 2024 verliehen. Die Preisträgerin oder der Preisträger werden von einer Jury aus den Sekretaren der Klassen der Akademie ausgewählt.

Die aktuelle Preisträgerin und der aktuelle Preisträger

Der Karl-Arnold-Preis wurde 2023 zum Schwerpunktthema Nachhaltigkeit verliehen. Gleich zwei junge Forschende, Dr.-Ing. Alina Wetzchewald und Dr.-Ing. Rudolf Suppes, konnten die Jury überzeugen. Beide leisten mit ihren Forschungsarbeiten einen wichtigen Beitrag auf diesem Gebiet. Deshalb wurde der Preis in diesem Jahr geteilt.

Dr.-Ing. Alina Wetzchewald

Als Mobilitätsforscherin hat Alina Wetzchewald ihre Dissertation an der Universität Wuppertal dem Thema „Exnovation und Verkehrswende“ gewidmet.

Sie zeigt, dass Exnovation, also die gezielte Abkehr von der Automobilität, ein zentraler Ansatz zur Umsetzung einer urbanen Verkehrswende sein kann. Durch die Erarbeitung von Grundlagen für Exnovationen im Verkehr schafft sie die Möglichkeit für die Entwicklung von Planungsstrategien, welche einen wesentlichen Fortschritt für eine begründete und qualifizierte Stadt-, Verkehrs- und Umweltplanung darstellen. Alina Wetzchewald leistet damit einen innovativen Beitrag, die Transitions- und Exnovationstheorie durch die Kombination und erfolgreiche Übertragung auf ein rudimentär erforschtes Anwendungsfeld konzeptionell und empirisch zu erweitern.

Dr.-Ing. Rudolf Suppes

Rudolf Suppes hat an der RWTH Aachen zum Thema „Nachhaltige Bewertung und Klassifizierung von Projekten zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus buntmetallhaltigen Aufbereitungsrückständen“, sogenannten Tailings, promoviert.

Sein Forschungsziel war es, einen systematischen, praktischen und UN-konformen Bewertungs- und Klassifizierungsansatz für bergmännische Abfälle zu entwickeln. Sein innovativer Ansatz unterstützt die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in der Klassifizierung von Tailings und führt so zu einer Neuinterpretation dieser als nachhaltige Rohstoffquelle im Sinne von Rohstoffeffizienz in einer Kreislaufwirtschaft.

Liste aller Preisträgerinnen und Preisträger

2022 Dr. Başak Bilecen
2021 Dr. Frederik Cloppenburg
  Dr. Lisa Sofie Höckel
2020 Dr. Robert Martin Breugst
  Dr. Fabian Dielmann
2019 Dr. Juana von Stein
2018 Ben J. Riepe
2017 Dr.‑Ing. Steffen Freitag
2016 Dr. Shijulal Nelson-Sathi
2015 Dr. Susanne Paulus
2014 Inger-Maria Mahlke
2013 Prof. Dr.-Ing. Nils Pohl
2012 Dr. Alex Greilich
2011 Dr. Matthias Wille
2010 Paloma Varga Weisz
  Anno Schreier
2009 Prof. Dr. Paolo Bientinesi
  Prof. Dr. Kai Olaf Leonhard
2008 Dr. Martin Möller
2007 Dr. Tobias Weller
  Dr. Jörg Fündling
2006 Prof. Dr. Patrick Schmitz
2005 Prof. Dr. Frank G. Neese
2004 Dr. Thomas Brockmann
2003 Prof. Dr.-Ing. Thomas Musch
2002 Prof. Dr. Carsten Schmuck
2001 Prof. Dr. Volker Henning Drecoll
  Prof. Dr. Burkhard Niederhoff
2000 Prof. Dr.‑Ing. Martin Oberlack
1999 Dr. Günter Distelrath
  Dr. Björn R. Tammen
1998 Prof. Dr. Csaba Koncz
1997 Prof. Dr. Mechthild Dreyer
  Prof. Dr. Manuel Gervink
1996 Prof. Dr. Monika Schnitzer
1995 Prof. Dr. Thomas Stolz
  Prof. Dr. Cornelia Römer
1994 Prof. Dr. Stefan Blügel
1993 Prof. Dr. Abbo Junker
  Dr. Wassilios Klein
1992 Prof. Dr. Klaus Gerwert
1991 Prof. Dr. Ulrich von Hehl
  Prof. Dr. Heinz-Günther Nesselrath
1990 Prof. Dr.‑Ing. Anton Kummert
  Dipl.-Ing. Michael Schneider