Wissenschaftspreis
Der Industrie-Club Düsseldorf vergibt als Stifter in Zusammenarbeit mit der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste alle zwei Jahre den Wissenschaftspreis im Land Nordrhein-Westfalen. Der Preis wird in wechselnden Disziplinen Physik, Chemie, Medizin oder Physiologie ausgeschrieben. Der Wissenschaftspreis soll dazu beitragen, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Innovation in der Anwendung zu überwinden. Er ist mit 20.000 Euro dotiert.
Nominierungssvoraussetzungen
Der Preis zeichnet promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, die am 31. Dezember des Jahres der Ausschreibung nicht älter als 40 Jahre sind. Der Preis soll eine Ermutigung für weitere exzellente wissenschaftliche Arbeit sein. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen einen erkennbaren NRW-Bezug haben und zum Beispiel ihr Studium oder ihre Promotion in NRW absolviert haben. Die als preiswürdig angesehene Forschungsarbeit soll an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder in Unternehmen in Nordrhein-Westfalen angefertigt oder abgeschlossen worden sein. Zugelassen sind Forschungsarbeiten (auch Gemeinschaftsarbeiten und nicht veröffentlichte Arbeiten), referenzierte Publikationen sowie Habilitationsschriften. Die Ausschreibung für den Preis erfolgt im Zweijahresrhythmus im Frühjahr.
Aktuelle Ausschreibung
Bewerbungsschluss für den Wissenschaftspreis 2026 war der 30. Juni 2025.
Der Preisträger 2026
Der Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs Düsseldorf für das Jahr 2026 würdigte die herausragende Forschung von Jun.-Prof. Dr. Markus Suta zu photoaktiven Materialien.
Jun.-Prof. Dr. Markus Suta
Jun.-Prof. Dr. Markus Suta leitet an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) die Arbeitsgruppe für Anorganische Photoaktive Materialien. Er verfolgt dort unter anderem zwei Forschungsschwerpunkte: Zum einen entwickelt er neuartige LED-und Display-Leuchtstoffe, insbesondere kompetitive Alternativen zu Leuchtstoffen, die auf schwer zugänglichen Seltenerdelemente beruhen. Im zweiten Schwerpunkt arbeiten Suta und sein Team an lumineszenten Materialien, die für die präzise Temperaturmessung eingesetzt werden können.
Liste der Preisträgerinnen und Preisträger seit 1998
| 2024 | Dr. Julian Matthias Schmitt | für seine Forschung zu Quantenflüssigkeiten aus Licht |
2022 | Dr. med. Henning Grüll und Dr. med. Dr. nat. med. Philipp Frederik Schommers (Physiologie/Medizin) | für ihre Erkenntnisse zur Lösung fundamentaler Fragestellungen auf verschiedenen Gebieten aktueller Physiologie/Medizin |
| 2020 | Dr. Eileen Otte (Physik) | für ihre Erkenntnisse zur Lösung fundamentaler Fragestellungen auf verschiedenen Gebieten aktueller Physik sowie deren Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis |
| 2018 | Dr. med. Markus Rinschen (Medizin und Lebenswissenschaften) | für seine innovative Forschung zur Entstehung von Nierenerkrankungen |
| 2017 | Dr. Tobias Beck (Chemie) | für seine Forschung im Bereich der Nanotechnologie |
| 2016 | Der Preis wurde nicht verliehen | |
| 2015 | Dr. Marc-Alexander Aßmann (Physik) | für seine Forschung im Bereich der Lichtquellen |
| 2014 | Dr. Susanne Höing (Physiologie/Medizin) | für ihre Forschung zu stammzellenbasierten Testverfahren neurodegenerativer Erkrankungen |
| 2013 | Dr. Manuel Alcarazo Velasco (Chemie) | für seine Forschung zur Neu- und Weiterentwicklung von Synthesemethoden in der Organischen Chemie, insbesondere bei der Reaktionsförderung durch sogenannte „frustrierte Lewis-Paare“ sowie beim Aufbau neuer Katalysatoren auf Phosphorbasis |
| 2012 | J.-Prof. Dr.-Ing. Swantje Bargmann (Ingenieurwissenschaften) | für ihre Forschungsarbeit auf verschiedenen hochanspruchsvollen Feldern aus dem Bereich der Kontinuumsmechanik für Festkörper, in Sonderheit für ihre Habilitationsschrift mit dem Titel „Computational modeling of material behavior on different scales based on continuum mechanics“ |
| 2011 | Prof. Dr. med. Philipp Saße | für die Entwicklung neuer in vivo Bildgebungsverfahren zur Erforschung von Herzrhythmusstörungen, die Anwendung optogenetischer Methoden und krankheitsspezifischer induzierter pluripotenter Stammzellen |
| 2010 | Dr. Verena Keitel | für ihre erfolgreiche Ermittlung einer genetischen Basis für die gefürchtete primärsklerosiernde Cholangitis und für die Untersuchungen zu Gallensalztransportern und dem Gallensalzrezeptor TGR5 |
| 2009 | Dr. rer. nat. Axel Jacobi von Wangelin | für seine Arbeit auf dem Gebiet nachhaltiger und umweltverträglicher Methoden für die organische Synthese-Chemie |
| 2008 | Dr. Wojciech Welnic | für seine Arbeit zum Thema: „Materialdesign am Computer – von der Dichtefunktionaltheorie zum innovativen Datenspeicher“ |
| 2007 | Dr.-Ing. Christian Stammen | für seine Arbeit zum Thema: „Selbstverstärkende elektrohydraulische Bremse“ |
| 2006 | Dr. Edgar Willenborg | für seine Arbeit zum Thema: „Polieren von Werkzeugstählen mit Laserstrahlung“ |
| 2005 | PD Dr. Harald Quick | für seine Arbeit zum Thema: „Innovative Hochfrequenz- (HF-) Spulenkonzepte für die Diagnostische Magnetresonanz-Tomographie (MRT)“ |
| 2004 | Dr. Tobias Repmann | für seine Arbeit zum Thema: „Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium – Prozess- und Modulentwicklung“ |
| 2004 | Dr. Henry Bosch | für seine Arbeit zum Thema: „Entwicklung neuer Wärmedämmschichten für thermisch hochbelastete Komponenten in Gasturbinen“ |
| 2003 | Dr. Joachim Groß | für seine Arbeit zum Thema: „Tomographische Abbildung funktioneller Koppelungen im menschlichen Gehirn mithilfe der Magnetenzephalographie |
| 2003 | Univ.-Prof. Dr. Gereon R. Fink | für seine Arbeit zum Thema: „Normale und gestörte Aufmerksamkeitsprozesse und deren therapeutische Beeinflussbarkeit“ |
| 2002 | Dr. Matthias Rarey | für seine Arbeit zum Thema: „Algorithmen für den computergestützten Wirkstoffentwurf“ |
| 2002 | Dr. Maria Wartenberg | für ihre Arbeit zum Thema: „Optische Sonde Technik zur Prätherapeutischen Resistenzanalyse (PTRA) von Tumorgewebe“ |
| 2001 | Dr. Oliver Gräßel | für seine Arbeit zum Thema: „Entwicklung und Charakterisierung neuer TRIP / TWIP Leichtbaustähle auf der Basis Fe-Mn-AI-Si“ |
| 2000 | Monika Bäumle und Norbert Beyer | für ihre Arbeit zum Thema: „Geordnete zweidimensionale Monolagen von Au55-Clustern“ |
| 1999 | Priv.-Doz. Dr. Oliver Müller | für seine Arbeit zum Thema: „Methoden zur Isolierung und zur Analyse von DANN aus fäkalen Proben als Grundlage einer nicht-invasiven molekulargenetischen Tumor- und Infektionsdiagnostik“ |
| 1998 (Sonderpreis) | Kerstin Krey | für ihre Arbeit zum Thema: „Stärkung des Innovationspotentials kleiner und mittelständischer Unternehmen. Die Entwicklung des INSTI Innovationstrainings“ |
| 1998 | Dr. Heinz Ahn | für seine Arbeit zum Thema: „Optimierung von Produktentwicklungsprozessen – Konzeption eines Entscheidungsunterstützungssystems zur Umsetzung des Simultaneous Engineering“ |