Werdegang:
Prof. Dr. Dr. h. c. Käte Meyer-Drawe studierte von 1968 bis 1971 an der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe in Bielefeld und legte dort das 1. Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie ab.
Das Zweite Staatsexamen folgte 1973 in Witten.
1977 wurde sie an der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe Abteilung Bielefeld zum Dr. paed. promoviert.
Von 1977-1979 arbeitete sie als Wissenschaftliche Assistentin im Fachbereich I der Universität Bielefeld.
Ab Oktober 1979 übernahm sie die Stelle einer Wissenschaftlichen Assistentin im Institut für Pädagogik der Ruhr-Universität Bochum.
Hier schloss sie 1983 das Habilitationsverfahren mit der Venia Legendi für das Fach Pädagogik ab.
1984 wird sie zur Professorin auf Zeit am Institut für Pädagogik der Ruhr-Universität Bochum ernannt.
1987 folgt die Berufung zur Universitätsprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Arbeitsschwerpunkt Allgemeine Pädagogik.
Am 30. September 2014 tritt sie in den Ruhestand.
Im März 2015 wird sie zum ordentlichen Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste berufen.
Am 16. Mai 2022 wird ihr die Ehrendoktorwürde der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt verliehen.
Forschungsschwerpunkte:
Wissenschaftliche Schwerpunkte in Forschung und Lehre:
• Selbst- und Weltdeutungen unter dem Einfluss moderner Technologien;
• Maschinenbilder in der Pädagogik;
• die Bedeutung der Leiblichkeit für Bildung, Erziehung und Lernen;
• Comeniologische Studien;
• Erarbeitung eines zeitgemäßen Subjektkonzepts;
• eine pädagogische Theorie des Lernens.
Mitgliedschaften und Funktionen:
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (hier: Kommission für Bildungs- und Erziehungsphilosophie) (1982-2013)
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Forschungen und seit 1994 Mitglied des Beirats (gleichzeitig Mitglied des Beirats der Zeitschrift „Phänomenologische Forschungen“), von 2000 bis 2005 Vizepräsidentin
Mitglied des Graduiertenkollegs „Ästhetische Bildung“ (Hamburg 1991-1994)
Mitglied des Graduiertenkollegs „Phänomenologie und Hermeneutik“ (Bochum und Wuppertal 1992-1998)
Mitglied des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum (von 1998-2007)
Seit Anfang 1999 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift „Journal Phänomenologie“ (Wien)
Von 2005 bis 2017 Mitglied der Jury des Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreises der Leuphana Universität Lüneburg
Seit Oktober 2005 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der „Eugen Fink Gesamtausgabe“
Seit 2008 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Reihe „Pädagogik und Philosophie“ (Verlag Karl Alber)
Von 2009 bis 2024 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Waldenfels-Archivs an der Universität Freiburg
Seit 2017 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung
Seit 2015 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Am 16. Mai 2022 wird ihr die Ehrendoktorwürde der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt verliehen.
Auszeichnungen und Ehrungen:
2017 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung
16. Mai 2022 Ehrendoktorwürde der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Ausgewählte Publikationen:
Monographien
• Leiblichkeit und Sozialität. Phänomenologische Beiträge zu einer pädagogischen Theorie der Inter-Subjektivität. München 1984, 2. Aufl. 1987, 3. Aufl. 2001. Teilübersetzung ins Russische von Olga Schparaga. In: Topos (2000), Heft 2, S. 51-78.
• Illusionen von Autonomie. Diesseits von Ohnmacht und Allmacht des Ich. München 1990, 2. Aufl. 2000.
• Dies.: Menschen im Spiegel ihrer Maschinen. München 1996, 2. Aufl. 2007.
• Dies.: Diskurse des Lernens. 2., durchgesehene und korrigierte Auflage. München 2012 [Erstauflage 2008].
• Dies.: Die Welt als Kulisse. Übertreibungen in Richtung Wahrheit. Paderborn 2018.
Herausgabe
• Meyer-Drawe, Käte (Hg.): Mathematik und Philosophie. Themenheft der Zeitschrift MU. Der Mathematikunterricht 33 (1987), Heft 2.
• Gemeinsam mit Kristin Platt: Wissenschaft im Einsatz [Schriftenreihe «Genozid und Gedächtnis»]. München 2007.
Link zur Liste der gesamten Publikationen:
https://orcid.org/0000-0003-4265-4590