Wissenschaftsfreiheit unter Druck

Wie kann die Freiheit von Forschung und Lehre angesichts extremistischer Einflussversuche geschützt werden? Im Fokus stehen die individuelle Wissenschaftsfreiheit, die institutionelle Autonomie von Hochschulen und die Frage, welche Strukturen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber politischen Angriffen stärken können.

Extremistische Strömungen und Positionen stellen zunehmend eine Herausforderung für demokratische Strukturen und den offenen wissenschaftlichen Diskurs dar. Auch Hochschulen sind von politischen Einflussversuchen, der Delegitimierung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Angriffen auf Forschung und Lehre betroffen. Insbesondere das Erstarken rechtsextremer Positionen wirft die Frage auf, wie institutionelle Autonomie und individuelle Wissenschaftsfreiheit wirksam geschützt werden können.

Die Projektgruppe setzt sich mit den Auswirkungen politischen Extremismus auf Wissenschaft und Hochschulen auseinander. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, welche Handlungsmöglichkeiten Hochschulen und Wissenschaftler:innen bei Angriffen auf grundlegende Freiheitsrechte haben, wie mit politischen Einflussversuchen umgegangen werden kann und welche Rahmenbedingungen eine resiliente Wissenschaft ermöglichen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Forschung für die Bewältigung gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben und die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Ziel der Projektgruppe ist es, aktuelle Entwicklungen zu analysieren, bestehende Herausforderungen sichtbar zu machen und gemeinsam Strategien zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Wissenschaft und Hochschulen zu entwickeln.

Die Projektgruppe organisierte im Rahmen des Nachhaltigkeitsforums 2026 eine Veranstaltung zum Thema „Unter Druck: (Rechts-)Extremismus als Bedrohung für die Freiheit von Forschung und Lehre“, zu der zahlreiche Expert:innen aus den Rechts-, Sozial- und Politikwissenschaften, der Geschichtsdidaktik sowie der Sozialpsychologie eingeladen waren. Es handelte sich hierbei um eine Kooperationsveranstaltung mit der Landesrekotrenkonferenz NRW und der Nachhaltigkeitsinitiative Humboldtn.

Aktivitäten und Ergebnisse:
Nachhaltigkeitsforum 2026
Zu den Bildern der Veranstaltung

Beteiligte:
Jun.-Prof. Dr. Antara Dasgupta
Wasserbau- und Wasserwirtschaft
RWTH Aachen

Dr. Paula-Rhein-Fischer
Rechtswissenschaft
Universität zu Köln

Jun.-Prof. Dr. Hannes Gernandt
Mathematik
Bergische Universität Wuppertal

Dr. Vanessa Höving
Literaturwissenschaft
FernUniversität in Hagen

Dr. Elisabeth Kreidt
Chemie
TU Dortmund

Jun.-Prof. Dr. Lisa Spantig
Wirtschaftswissenschaften
RWTH Aachen

Jun.-Prof. Dr. Juliana Troch
Petrologie und Fluidprozesse
RWTH Aachen